|
Zum letzten Mal „Norma“ im Theater Krefeld
Am 15. und 19. Mai finden die letzten beiden Vorstellungen von Vincenzo Bellinis Oper statt mit wechselnden Titelheldinnen.
Sie ist eine Sängeroper par excellence und gilt als absolutes Meisterwerk des italienischen Belcanto: Vincenzo Bellinis tragische Oper „Norma“ mit der berühmten Arie „Casta Diva“. In der Inszenierung von Thomas Wünsch steht das eindringliche Werk seit Anfang Dezember 2011 auf dem Krefelder Spielplan. Am Dienstag, dem 15. und Samstag, dem 19. Mai hat das Publikum letztmals die Gelegenheit, der heimlichen und gefährlichen Liebe zwischen der Oberpriesterin Norma und dem römischen Statthalter Pollione nachzuspüren. Dabei übernimmt Ensemble-Sängerin Janet Bartolova die Titelrolle bei der Dernière, während Barbara Dobrzanska, die als Gast das hiesige Sängerensemble unterstützt, am 15. Mai zum letzten Mal in der Rolle der Norma auftritt.
Karten für die letzte Vorstellung von „Norma“ gibt es an der Theaterkasse unter Telefon: 02151/805-125 oder im Internet unter www.theater-kr-mg.de.
Trügerische Vorstellungen von Afrika
Am 20. Mai findet eine Frühstücks-Matinee zur Uraufführung von „African Moon“ im Glasfoyer des Theaters Krefeld statt.
Eigens für das Theater Krefeld und Mönchengladbach hat der nigerianisch-irische Autor Gabriel Gbadamosi ein Stück geschrieben, das seine Uraufführung am Sonntag, dem 3. Juni in der Studiobühne I der Fabrik Heeder feiert. Schauspieldirektor Matthias Gehrt inszeniert „African Moon”, in dem es um das Aufeinanderprallen westlicher Wunschbilder mit der afrikanischen Realität der dort lebenden Europäer geht: Nach dem Selbstmord ihres Vaters verlässt Onkel Paul die erst neunjährige Amy, um in Afrika ein Krankenhaus und ein neues Leben aufzubauen. Der ferne Onkel entwickelt sich für das Mädchen über die Jahre hinweg zu einer idealisierten und unerreichbaren Vaterfigur und Afrika zum gelobten Land. Zwei Jahre nach Amys frühem Tod tritt ihre Lebensgefährtin Nora an ihrer statt eine Reise nach Afrika an. Endlich will sie sich dem Land und dem Mann stellen, um die sich die Welt der Geliebten drehte und die ihr doch jede Antwort schuldig blieb.
Angekommen auf der abgelegenen Krankenstation, die der Onkel betreut, findet Nora jedoch nicht Amys Traumwelt wieder, sondern wird mit den geplatzten Hoffnungen und Wünschen dreier Männer aus Europa konfrontiert.
Bei der Frühstücks-Matinee am Sonntag, dem 20. Mai 2012, um 11.15 Uhr im Glasfoyer des Theaters Krefeld geben Schauspieldirektor und Regisseur Matthias Gehrt, Ausstatterin Elissa Bier, Dramaturgin Leona Benneker sowie die Schauspieler Marianne Kittel, Joachim Henschke und Felix Banholzer Einblicke in die Inszenierung.
Ab 10 Uhr erwartet die Besucher wie gewohnt ein Frühstück, das an der Theaterkasse vorbestellt werden kann. Der Eintritt für die Matinee beträgt 3 Euro – Karten sind an der Theaterkasse unter der Nummer 02151/805-125 erhältlich.
African Moon (UA)
von Gabriel Gbadamosi (*1961)
Deutsch von David Lindemann
Premiere: 3. Juni 2012, 20 Uhr, Fabrik Heeder, Studiobühne I, Krefeld
Nach dem Selbstmord ihres Vaters verlässt Onkel Paul die erst neunjährige Amy, um in Afrika ein Krankenhaus und ein neues Leben aufzubauen. Der ferne Onkel entwickelt sich für das Mädchen über die Jahre zu einer idealisierten und unerreichbaren Vaterfigur und Afrika zum gelobten Land.
Zwei Jahre nach Amys frühem Tod tritt ihre Lebensgefährtin Nora an ihrer statt eine Reise nach Afrika an. Endlich will sie sich dem Mann und dem Land stellen, um die sich die Welt der Geliebten drehte und die ihr doch jede Antwort schuldig blieb. Angekommen auf des Onkels abgelegener Krankenstation findet Nora jedoch nicht Amys imaginiertes Traumland vor, sondern wird mit den geplatzten Hoffnungen und Wünschen dreier Männer aus Europa konfrontiert … African Moon ist eine Kollision
unterschiedlicher Standpunkte und Situationen, die alle den gleichen Ursprung haben: die Idealisierung eines Lebens in Afrika, das in seiner Realisierung in kaum einem Punkt den Erwartungen entspricht.
Das Stück erzählt vom Aufeinanderprallen westlicher Wunschbilder mit der afrikanischen Realität der dort lebenden Europäer. Gabriel Gbadamosi ist der Sohn eines nigerianischen Vaters und einer irischen Mutter. Er lebt mit seiner
Familie in London, wo er als Dichter, Dramatiker und Radiojournalist der BBC arbeitet. In seinen universitären Forschungsprojekten konzentriert er sich auf die Untersuchung der Schnittstelle zwischen europäischer und afrikanischer Theaterkultur.
African Moon schrieb Gbadamosi im Auftrag des Theaters Krefeld und Mönchengladbach
.
Regie: Matthias Gehrt
Bühne und Kostüme: Elissa Bier
Dramaturgie: Leona Benneker
Mit: Marianne Kittel;
Felix Banholzer,
Joachim Henschke,
Christopher Wintgens
Weitere Termine: 5., 13., 16., 17., 24. Juni; 8. Juli 2012
Alle Vorstellungen beginnen um 20 Uhr.
Verstörende Odyssee eines jungen Serienmörders
Am 24. und 25. Mai finden die letzten zwei Vorstellungen von Bernard-Marie Koltès’ Tragödie „Roberto Zucco“ im Theater Krefeld statt.
Roberto Zucco hat seinen Vater getötet, ist verhaftet und eingesperrt worden. Noch am selben Tag bricht der junge Mann aus dem Gefängnis aus, kehrt ein letztes Mal nach Hause zurück und bringt auch seine Mutter um. Dann macht er sich auf zu seiner Reise ohne Heimkehr. Einer Reise, auf der er noch zwei weitere Male töten wird; aber auch einer Reise, auf der er einem jungen Mädchen begegnet, das er gleichermaßen ins Glück wie ins Unglück stürzt.
Am 24. und 25. Mai um jeweils 20 Uhr ist Bernard-Marie Koltés’ zugleich verstörende und anrührende Tragödie „Roberto Zucco“ ein letztes Mal auf der Krefelder Theaterbühne zu erleben. In der dichten und eindringlichen Inszenierung von Christoph Roos spiel Cornelius Gebert, jüngstes Mitglied des Schauspielensembles, überzeugend die Rolle des verletzlichen Serienmörders Zucco und hinterlässt dabei die unbequeme Frage, inwiefern der verzagte Mensch aus dem Gleis geworfen wird oder nicht doch willentlich herausspringt.
Ab 19.30 Uhr gibt es jeweils eine Einführung. Karten für die letzten zwei Vorstellungen von „Roberto Zucco“ gibt es an der Theaterkasse unter Telefon: 02151/805-125 oder im Internet unter www.theater-kr-mg.de.
|
|